Über mein Logo:



Das Logo illustriert meine Grundhaltung, nämlich, dass mich der Weg mehr interessiert als das Ziel. Der Weg ist als die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten immer eine Krumme, manchmal sogar eine Spirale, niemals aber, ausser in der gedanklichen und populären Abstraktion - eine Gerade.

Der Weg ist das Symbol der Tat als ständiges Tun, also auch des Nichtwiderstehns gegen den Sog des Fremden, ist also ebenso auch bestimmtes Nicht-Tun, Treiben, im Fluss sein. Eine Tat kann sein, etwas zu tun, aber auch etwas geschehen zu lassen.

Der Weg ist kein Objekt, welches ich benutze, der Weg ist, was entsteht, wenn ich gehe.

Ein Zen-Mönch soll dazu gesagt haben:

Du wirst den Weg nicht finden, wenn du nicht selbst zum Weg wirst.

So sagt auch Epikur: "Gebe auch nur einem Atom* die Freiheit, ein Weniges von seiner Bahn (die von Demokrit als senkrechter Fall gedacht war) abzuweichen, und eine Welt wird entstehen."

Der Weg, das ist die Freiheit ...

Ohne Ziele habe ich keinen Mut, schwierige Wege zu gehen, aber ohne dass ich einen Fuss vor die Tür setze, werde ich gar kein Ziel realisieren können.

* Bemerkenswert ist hier, dass "Atom" das (neu)griechische Wort für Einzelmensch ist, dasjenige, welches im Lateinischen "Individuum" - Unteilbares heißt, und in der modernen Philosophie immer mehr mit dem Wort "Subjekt" bezeichnet wird. Altgriechisch heisst es so viel wie "ungeschnitten".